Risikobeurteilungsvorlagen,
erster Arbeitsschritt zur sicheren und effizienten Erstellung von Risikobeurteilungen

Einmalige Vorbereitung einer Risikobeurteilung für eine virtuelle Maschine*)

die i. d. R. dem Anwendungsbereich einer Typ C-Norm entspricht, genannt Risikobeurteilungs-Vorlage
Beispiel 1: Risikobeurteilungs-Vorlage für Stetigförderer (EN 619 vollständig))
Beispiel 2: Risikobeurteilungs-Vorlage für Rollenbahnen (EN 619 teilweise)

*) Eine virtuelle Maschine entspricht zu 100 % den Normvorgaben, ohne die speziellen Gefährdungen an der realen Maschine zu berücksichtigen.

Was ist eine Risikobeurteilung?

Die Risikobeurteilung ist ein Beweis dafür, dass für alle zutreffenden grundlegenden Sicherheits- und Gesundheits¬schutzanforderungen (GSA) – Anhang I Maschinenrichtlinie 2006/42/EG - alle Ge-fährdungen ermittelt und auf der Grundlage des Standes der Technik beseitigt oder ausreichend gemindert wurden.

Eine Risikobeurteilungs-Vorlage wird für einen bestimmten Anwendungsbereich erarbeitet.
Für die Risikobeurteilungs-Vorlage wurden die Normenrecherche bereits durchgeführt, d. h. alle Typ C-Normen mit oder ohne Vermutungswirkung wurden ermittelt und die mitgeltenden Normen gefiltert und aktualisiert.
Eine Risikobeurteilungs-Vorlage wird bereits als Risikobeurteilung für eine Maschine vorbereitet, die i. d. R. dem Anwendungsbereich einer Typ-C-Norm entspricht, z. B. Setigförderer gemäß EN 619 oder Rollenbah-nen als Teil der EN 619.
Existieren für eine bestimmte Maschine keine Typ C-Normen, müssen alle Typ B-Normen ermittelt und daraus eine spezielle Risikobeurteilungs-Vorlage erstellt werden.
Alle Gefährdungen wurden den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zugeordnet.


Eine Risikobeurteilungs-Vorlage enthält alle in den zutreffenden Normen behandelten Gefährdungen.
Sie ist sofort für die Fertigstellung der Risikobeurteilung vom Anwender übernehmbar.

Pro Gefährdung reicht es aus:

  • bei eindeutigen Normvorgaben, diese vorgegebenen Lösungen nur zu bestätigen oder
  • bei Vorgabe eines Spektrums von mehreren Lösungsmöglichkeiten, die entsprechende Lösung auszuwählen und die Restgefährdungen einzuschätzen und zu bewerten.

Eine Risikobeurteilungs-Vorlage wird zweckmäßiger Weise in Excel erstellt und danach in das gewünschte und dafür geeignete Softwaretool übertragen.


Eine Risikobeurteilungs-Vorlage enthält:

  • das gesamte Know-how der Normen,
  • alle anzuwendenden Typ C-, Typ B- und Typ-A-Normen,
  • die mitgeltenden Normen, bereits aktualisiert,
  • die extrahierten Gefährdungen (Gefährdung pro Abschnitt, Absatz oder Teile davon),
  • Zuordnung der Gefährdungen zu den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforde-rungen (GSA),
  • Vorabvorgabe der Lebensphasen,
  • die methodische Führung bei der Fertigstellung der Risikobeurteilung,
  • Hinweise für die Art der Risikoeinschätzung und Bewertung der einzelnen Maßnahmen.

Der § 162 des EU-Leitfadens zur Anwendung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG wird eingehalten.

Wer kann Risikobeurteilungs-Vorlagen erarbeiten?

Für die Erarbeitung von Risikobeurteilungsvorlagen sind Fachwissen und Erfahrungen in der Erarbeitung von Risikobeurteilungen notwendig. Das können Dienstleister oder Spezialisten ihres Unternehmens sein.
In der 4. Auflage des Buches Risikobeurteilung gemäß 2006/42/EG von U. Kessel und S. Muck, Beuth Verlag Berlin, sind dazu umfangreiche Anleitungen enthalten.


Bisher von MMS erarbeitete Risikobeurteilungs-Vorlagen: siehe Referenzliste